[1] Ph. erinnert an L.s und M.s Gutachten über die Doppelehe [2326], das durch Martin Bucer von ihnen erbeten worden war, und an M.s Anwesenheit bei der Trauung [⇨ 2386].
[2] Ph. hat seine Nebenfrau [Margarete von der Sale] verborgen. Doch die Sache wurde zu Ph.s Verdruß durch andere ruchbar, namentlich durch seine Schwester [Hzn. Elisabeth von Sachsen zu Rochlitz] und durch [Anna] von der Sale, die von Hz. Heinrich von Sachsen vorgeladen wurde.
[3] Ph. bittet um Rat, ob er eine Verteidigungsschrift veröffentlichen oder dem Kaiser oder Hz. Heinrich von Braunschweig[-Wolfenbüttel] die Initiative überlassen oder ausgewählte Vertreter des [hessischen] Adels und der Städte [Landstände] ins Vertrauen ziehen soll.
[4] [Anna] von der Sale erhielt vertraulich eine Abschrift des Gutachtens, konnte sie aber dem [Hz. Heinrich von Sachsen] nicht vorenthalten.
[5] Ph. erwartet von L. und M. im Notfall Hilfe durch Verteidigung dieser Ehe als Dispens, andernfalls er ihr Gutachten offenlegen müsse.
[6] L. und M. dürfen kundtun, daß sie von einer Doppelehe abgeraten haben, sollen aber auch dazu stehen, daß sie eine zweite Frau Ph.s für besser als ein unzüchtiges Leben angesehen haben [2326.9].