[1] Antwort auf A.s Brief [2381], den M. auf der Rückreise von Schmalkalden in Gotha erhalten hat. Er schickt eine Zusammenfassung [3] des Gutachtens [2352]. M. erwartet nicht, daß die Gegner Zugeständnisse machen. Doch konnte man sich dem vom Kaiser vorgeschlagenen Religionsgespräch nicht entziehen; die Zeit arbeitet für die evangelischen Gemeinden.
[2] Über die Krankheit des [Johannes] Poliander ist M. betroffen.
[3] Zusammenfassung von [2352]:
[3.1] In der Lehre kein Abgehen von der CA.
[3.2] Kein Nachgeben auch bezüglich Privatmessen, Meßkanon, Klostergelübde, Zölibat, Laienkelch, Heiligenanrufung, zauberische Weihen.
[3.3] Über Adiaphora wie Stellung der Bischöfe, Zeremonien, Besitzstand, Privatabsolution, kann erst nach Annahme der unaufgebbaren Stücke verhandelt werden. Mit Bischöfen, die bereit sind, auf dieser Basis ihr geistliches Amt zu versehen, wird über Ordination und Eherecht verhandelt werden müssen; ihr Besitzstand soll ungeschmälert bleiben.
[4] Zeitungen: Friedliche Antwort des Kaisers aus Brüssel an die evangelischen Stände [Pol. Corr. Straßburg 3, 25 Nr. 23 mit Anm.3].