Hz. Albrecht von Preußen an M. [in Wittenberg]. Dt. - Königsberg, 24. Februar 1540
[1] A. bestätigt den durch Christoph Sanger überbrachten Brief [2347]. Er begrüßt M.s Mitwirkung bei der Reformation in Berlin, will selbst den Kf. [Joachim II.] von Brandenburg darin bestärken und bittet auch M., dies zu tun.
[2] A. hat die ihm gewidmete Schrift De ecclesia [⇨ 2227] gelesen. Er wird sie samt De officio principum [⇨ 2270.2] als sein Testament bewahren und bedauert nur, daß diese Schriften nicht schon vor Jahren erschienen. M. möge die ihm zugedachte Dankesgabe [⇨ 2338.3] annehmen.
[3] Den Christoph Jonas will A. nicht gegen M.s Rat zur vorzeitigen Beendigung seines Studiums drängen. Doch hält A. eine frühe Einführung in die Praxis für gut.
[4] Dank für die Entsendung des Christoph Sanger als lateinischen Schreiber und für Zeitungen. A. hebt die Vorfälle bei Ansbach hervor und bittet Gott, Blutvergießen zu verhüten.
[5] A., der sich zur christlichen Confession [CA] bekennt, bittet um Zusendung der Artikel, die auf dem angesagten Tag [zu Schmalkalden] über ein Entgegenkommen in der Religionsfrage erarbeitet werden [⇨ 2400]; er hält jedoch die Gegenpartei nicht für verständigungsbereit.
Fundort:
Amtliche Abschrift: Berlin SA SPK (vorher Göttingen SAL), ehemals SA Königsberg, Ost. Fol. 28, p.562-569 (Vf. Kanzler [Hans von Kreitzen]); Regest: Tschackert, UB 2, 396 Nr. 1235.
‒ MBW.T 9 (erstmals vollständig publiziert).