[1] Nach M.s Bericht aus Schmalkalden [2400] kam eine vom Kaiser zwar gebilligte, aber nicht in seinem Namen erlassene Botschaft, derzufolge Gf. [Dietrich IV.] von Manderscheid, Gf. [Wilhelm] von Neuenahr und [Nikolaus] Granvella empfehlen, die [evangelischen] Stände sollten den Kaiser, der den Religionsstreit in aller Stille beilegen wolle, als Vermittler anrufen, der die streitigen Artikel [der Lehre] durch Gelehrte beider Parteien gründlich beraten und vergleichen lassen werde; über äußere Dinge wie Kirchengüter solle der Kaiser entscheiden. Ferner wurde behauptet, den [Schmalkaldenern] ginge es nur um die Kirchengüter und um Zeitgewinn, und es wurde eine Antwort über mögliche Zugeständnisse gewünscht, über die mit Kg. Ferdinand weiter zu verhandeln sei.
[2] Die Antwort [2411] enthält eine Verteidigung bezüglich der Kirchengüter, ein Angebot bezüglich der Klöster, die Versicherung, daß Vergleichsverhandlungen gemäß Gottes Wort ernsthaft begehrt werden, und die Bitte um ein öffentliches Religionsgespräch, wie in Frankfurt[Main] versprochen. Kf. [Johann Friedrich] von Sachsen wird dem Hz. wohl Kopien beider Schreiben zuschicken.
[3] Papst [Paul III.] hat sich beim Kaiser darüber beschwert, daß [Johann von Weeze] in Frankfurt ein Religionsgespräch zugesagt hat. Man führt den Plan eines privaten Gesprächs darauf zurück, daß der Papst das öffentliche Gespräch verbietet.
[4] In Schmalkalden herrschte Einmütigkeit.