[Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen] an Kaiser [Karl V. in Gent. Mitvf. M.]. Nicht ausgegangen. - Schmalkalden, [1. Hälfte März 1540]
[1] Nach der Rückkehr aus Spanien nach Deutschland gab der Eb. von Lund, Bf. von Konstanz und Roskilde Johannes [Weeze] mit einem Beglaubigungsschreiben des Kaisers dessen Entschluß zur Wiederherstellung der kirchlichen Einheit mit friedlichen Mitteln durch ein Religionsgespräch bekannt und forderte zur Mitwirkung auf [⇨ 2332].
[2] Nach Unterrichtung der Bundesgenossen wurde auf den 1. März ein [Bundes]tag nach Schmalkalden einberufen und zuvor eine Gesandtschaft an den Kaiser abgefertigt [⇨ 2351a]. Sie sollte die Absichten des Kaisers erkunden, damit man die Gesprächsteilnehmer bestimmen könne. Zu Beginn des Konvents meldeten die Gesandten, der Kaiser habe sie nach Gent geladen.
[3] Die Absender bitten um eine gnädige Antwort noch während des Bundestages, damit kein Verzug eintritt.
Fundort:
Konzept von der Hand Caspar Crucigers mit zwei Korrekturen M.s: Weimar HSA, Reg. H, pag. 290 Nr. 120 Vol. 2, Lage 12, mit dem Vermerk: Seindt nit ausgangen.
‒ MBW.T 9 (erstmals publiziert).
Datierung:
Datum: Wohl bald nach dem Eintreffen der 2 erwähnten Nachricht über die Antwort des Kaisers, also in der 1. Hälfte des März 1540. Die Gesandtschaft erwähnt M. zweimal am 11. März (2393f).