[0] Antwort auf die am 16. Juli überbrachte Botschaft, die Belehnung mit der Kurwürde, die Bestätigung der Heiratsverträge mit Jülich-Kleve-Berg und die Einrichtung einer Messe in Gotha betreffend.
[1.1] Daß J. die Nachfolge seines Bruders Friedrich antrat, entspricht der Goldenen Bulle und wurde vom Kaiser auf dem Wormser Reichstag bestätigt.
[1.2] Die Verhandlungen J.s nach Friedrichs Tod beim Reichsregiment, beim Kaiser in Spanien, mit [Balthasar Merklin], durch Hans von Dolzig, Wilhelm von Nassau-Dillenburg und Wilhelm von Neuenahr.
[1.3] Verteidigung gegen die Neider und Bitte um Belehnung unter Hinweis auf Kf. Friedrichs Hilfe bei der Kaiserwahl.
[2] Bitte um Bestätigung der Vermögens- und Erbverträge anläßlich der Heirat des Sohnes Johann Friedrich mit Sibylle von Kleve-Jülich unter Hinweis auf die Vorverhandlungen auch des Hz. [Johann] und der Hzn. [Maria] von Kleve-Jülich und der durch Johannes Hannart überbrachten Zusagen an Kf. Friedrich und J., als das Verlöbnis Johann Friedrichs mit des Kaisers Schwester [Katharina], jetzt Kgn. von Portugal nicht erfüllt werden konnte.
[3] Bitte um Genehmigung einer neuen Handelsmesse in Gotha.
[4.1] Zu dem kaiserlichen Verlangen in der Religionsfrage [⇨ 976] verweist J. auf das Reichstagsausschreiben [⇨ 874.1] und die CA,
[4.2] erbietet sich erneut zu Vergleichsverhandlungen am Maßstab der Hl. Schrift
[4.3] und zu Gehorsam in allem, das nicht sein Gewissen verletzt, muß aber gerade deshalb an der dem Wort Gottes gemäßen CA festhalten.
[4.4] Auch die Gegner müssen die Bindung des Gewissens anerkennen, denn sie stützt sich auf Hl. Schrift, Kirchenväter und positives Recht. Überdies hat Kf. Friedrich das [Wormser] Edikt abgelehnt, das dann auf dem Nürnberger und ersten Speyrer Reichstag gemildert wurde.
[4.5] Bitte um Vertagung auf ein allgemeines Konzil, das der Kaiser von Papst [Clemens] erwirken soll.
[4.6] Bitte um Geneigtheit und Erbietung des Gehorsams.
[5.1] Erläuterung des in Bezug auf Nürnberg und Reutlingen gebrauchten Wortes Bündnis unter Hinweis auf [917.5].
[5.2] Distanzierung von den Schweizern wie schon zuvor gegenüber Kg. [Ferdinand] und Hz. Georg von Sachsen.
[6] Schluß.