[0] Bucers Brief [⇨ 2289.1] ist von [englischen] Flüchtlingen beeinflußt, die aus Hamburg auch nach Wittenberg geschrieben haben. Doch kann man ihnen nicht helfen, weil man auf Kg. [Heinrich VIII.] von England nicht länger einwirken soll. Begründung:
[1.1] Er handelt durch Erlaß des [Sechs-Artikel-Gesetzes vom 28.6.1539] und des Edikts [vom 16.11.1538, ⇨ 2151] gegen sein Gewissen, denn er ist besser unterrichtet durch die beiderseitigen Gesandten, durch Lektüre einer ins Englische übersetzten Schrift des [Erasmus] Sarcerius [angeblich dessen Loci von 1538], durch [Hugh] Latimer, Cromerus [= Edward Crome] u.a.
[1.2] Der Umschwung in Verfolgung erfolgte wie bei den anderen Monarchen aus politischen Motiven (Äußerung gegenüber [Franz Burchard]).
[2.1] Er ist unbelehrbar
[2.2] und hat gewissenlose Ratgeber wie [Stephan Gardiner, Bf.] von Winchester.
[3.1] Dennoch werden Vff. ihn weiterhin ermahnen, wenn es der Kf. befiehlt, aber nur schriftlich.
[3.2] M.s Schreiben an den Kg. [2167; 2175], an [Thomas] Cromwell [2176] und an [Thomas Cranmer, Eb.] von Canterbury [2170] wurden vom Kg. ungnädig aufgenommen.
[3.3] Dessen Argumente bezüglich Werke und Priesterehe.
[4] Das übersandte Buch [⇨ 2289.3] wird nachgedruckt, das Beschwerdeschreiben verfaßt [2298].