[1] Franz [Burchard, ⇨ 2029] hat von C.s Kämpfen erzählt.
[2] M. bedauert, daß in England mit der Lösung vom Papst nicht auch die römischen Mißbräuche abgeschafft wurden, sondern durch das Edikt [vom 16. 11. 1538, ⇨ 2151] die Priesterehe verboten und abergläubische Gelübde verteidigt werden. Nicht C., [Thomas] Cromwell oder [Hugh] Latimer, denen er die Milderung des Edikts zuschreibt, gelten M.s Vorwürfe,
[3] sondern denen, die gottlose Riten in sophistischer Weise durch mystische Deutungen verteidigen.
[4] Wie man Ks. Maximilians Vertrauen auf das Hemd des hl. Georg einen Sinn geben kann, können alle heidnischen Bräuche übernommen werden.
[5] Die in England beliebte »Kölner Reformation« [des Johannes Gropper] enthält solche Deutungen. [Bf. John Stokesley] von London und [Bf. Stephan Gardiner] von Winchester schöpfen aus [Pseudo-]Dionysius [Areopagita] und dem Rationale divinorum [des Wilhelm Durandus von Mende], aber auch mit verkehrtem Ziel aus [reformatorischen] Schriften.
[6] Während man bisher gegen die [Scholastiker] kämpfen mußte, zeigt sich hier eine neue Front. Rückkehr zur einfachen Wahrheit der Schrift. Schon Augustin hat die abergläubischen Zeremonien kritisiert.
[7] Der Vorwurf des Aufruhrs gegen Kg. [Heinrich VIII. von England] ist abzulehnen.
[8] Gebet um Frieden angesichts der gemeinsamen Gefahr.
[9] M. bittet für [Thomas Naogeorgus], der seine antipäpstliche Tragödie Pammachius dem C. gewidmet hat, um ein Honorar. Empfehlung M.s an Latimer.