M. an Veit Dietrich in Nürnberg.
- [Wittenberg], 1. Dezember [1536]
[1] M. schickt gleichsam im Prä-Dürer-Stil skizzierte Bilder mit Gedichten [oder nur Gedichte] über die [Heiligen] Georg und Christophorus; sie sollen mit Bildern in Nürnberg gedruckt werden. Luther wurde bei seiner deutschen Übersetzung des Georg-Gedichtes unterbrochen.
[2] M. schickt außerdem Verse über die [Mond]finsternis [⇨ 1815.5?] und seine Disputation [vom 2.12. über den Eid: Haussleiter, Kompendium 92-95]. Er hat allgemeine Fragen gewählt, um eine Auseinandersetzung mit [Konrad] Cordatus und verwandten Kritikern zu vermeiden.
[3] Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] ist anwesend; er wird über das Konzil beraten lassen; auch [Nikolaus von] Amsdorf wurde gerufen.
[4] Unruhen in England. M. fragt, wie [Andreas] Osiander die Zeichnungen von dem [Schmalkaldener] Wunderzeichen [⇨ 1810.4] aufgenommen hat.
Fundort:
CR 3, 194f Nr. 1493.
‒ MBW.T 7.
Datierung:
Jahr aus 2 und 3. Zu 1 und der Frage, ob M. gezeichnet hat, vgl. J.Caro: ThStKr 70 (1897), 801-811 [H2560]; O.Clemen: ThStKr 80 (1907), 137-143 [H3020].
Nachtrag:
1: Vgl. 1708.2; 1710.3; 1719a. Die Gedichte sind von Melchior Acontius und von Georg Aemilius; vgl. G.Ellinger, Geschichte der neulateinischen Literatur Deutschlands im sechzehnten Jahrhundert 2 (1929, Repr. 1969), 111f; VD 16, A341. - Zu 2 vgl. 1811a.