M. [u.a. Theologen]: Entwurf [für Kf. Johann Friedrich von Sachsen in Wittenberg]. Dt. - [Wittenberg, ca. 1. Dezember 1536]
[Wie Jakob Schenck, Hofprediger des Hz. Heinrich von Sachsen in Freiberg, die von Hz. Georg von Sachsen erhobene Forderung der bischöflichen Weihe abwehren kann]:
[0] Ob Sch. ohne bischöfliche Weihe zum Subdiakon oder Diakon predigen darf.
[1] Taufe und Predigt sind auch durch Laien wirksam. Beweise sind Bf. Alexander von Caesarea gegen Bf. Demetrios [von Alexandrien] über Origenes.
[2] Erforderlich ist die Berufung durch Obrigkeit und Gemeinde,
[3] was für Sch. zutrifft,
[4] der außerdem den [Doktor]grad hat.
[5] Er ist also ordentlich berufen.
[6] Die bischöfliche Weihe ist wegen der damit verbundenen Eide und Zölibat gegen das Gewissen.
Fundort:
CR 3, 182-185 Nr. 1482 (183 Text Z.9 lies: doch nit von).
‒ MBW.T 7.
Datierung:
Datum: Veranlaßt durch Schreiben der Hzn. Katharina von Sachsen an Kf. Johann Friedrich aus Freiberg, 27.11.1536; am 2.12.1536 aus Wittenberg vom Kf. an die Hzn. geschickt: J.K.Seidemann, Dr. Jakob Schenk (1875), 126-130, bes. 129, dazu 13f mit 101 Anm.51. Der CR 3, 183 zitierte Brief Schencks an den Kf. datiert nicht vom 9.11.1536, sondern vom 16.12.1536 (Seidemann 133-141, bes. 135).