M. an Veit Dietrich in Nürnberg.
- [Jena], 5. November [1535]
[1] M. steht im Begriff, mit einem jungen Gelehrten aus Antwerpen [NN] nach Erfurt zu Eobanus [Hessus] zu reisen, nachdem er den ganzen Tag heikle Gutachten für Frankfurt/[Main: 1657f] verfaßt hat.
[2] Auf Anfrage D.s wiederholt M. seinen ihm beim Abschied [⇨ 1638f] gegebenen Rat, die Universität Tübingen kennenzulernen, doch seiner Mutteruniversität [Wittenberg] zur Verfügung zu bleiben, ohne daß damit seine Karriere behindert werden soll. Er teilt mit, daß die durch den Tod Christian [Beyers] erforderlichen Veränderungen noch nicht abgeschlossen sind, insbesondere Franz [Burchard], der im Gefolge [des Kf. Johann Friedrich] in Österreich ist [⇨ 1630], sich noch nicht für das Hofamt entschieden hat [⇨ 1690]. Wenn D. seine Entscheidung nicht bis zu dessen Rückkehr aufschieben kann, möge er die Tübinger Stelle annehmen, worüber M. auch an Joachim [Camerarius: 1659.2] schreibt, zumal die böse Gesinnung des [kursächsischen] Hofes [gegenüber der Universität] die Unsicherheit verstärkt.
Fundort:
CR 2, 963f Nr. 1350.
‒ MBW.T 6.