[1] Der Kf. ist befremdet, daß nach der in Torgau gegebenen Antwort [1605] M. und auch Luther [am 17.8.: WAB 7, 227-230 Nr. 2221 mit 13, 233] erneut M.s Reise nach Frankreich beantragt haben.
[2] Er rügt, daß M., ohne ihn zu informieren, schon Zusagen gemacht hat [vgl. aber 1564.6], und zwar einem Feinde des Kaisers und Kg. [Ferdinands].
[3] Denn der Friede in Deutschland hat Vorrang vor der Verbreitung des Evangeliums in fremden Nationen.
[4] Überdies ist [Kg. Franz I.] von Frankreich unzuverlässig.
[5] Des Kf. Verhandlungen mit Kg. [Ferdinand, ⇨ 1630] wären durch einen Besuch M.s bei dem Kg. von Frankreich zum Scheitern verurteilt.
[6] M.s Artikel [1467] desavouieren die protestantische Position in Augsburg, vor allem das Zugeständnis des Kelchentzugs [⇨ 1611.2], und erwecken den Eindruck des Abrückens von CA und Apologie.
[7] Wenn M. dennoch reist, hat er es selbst zu verantworten.
[8] Anbei ein Entschuldigungsschreiben für Kg. [Franz: ⇨ 1608].