M. an Joachim Camerarius in Nürnberg.
- [Wittenberg], 5. Dezember 1534
[1] Glückwunsch zur Geburt eines Sohnes [Joachim II.].
[2] M. trägt die Ungewißheit über seine Reisen philosophisch. In Fulda [⇨ 1489.2] machte Kf. [Johann Friedrich von Sachsen am 16. Oktober] M.s Unabkömmlichkeit von der Universität [Wittenberg] geltend. Danach kam die Einladung des [Heinz von Luther] zur Disputation nach Tübingen [1503], der M. nur aus Gefälligkeit gegenüber [Lgf. Philipp von Hessen] folgen würde. Der wahre Grund seines Reiseverbots ist aber, daß [der kursächsische Hof] ihn nicht mit seinen [oberdeutschen] Freunden zusammentreffen lassen will. Zu C. will M. aber auf jeden Fall reisen. Wichtiger ist ihm noch die große Reise [nach England].
[3] Bugenhagen wurde von den Hzz. [Barnim und Philipp von Pommern] zur [Reformation] eingeladen.
[4] Kummer über den Aufruhr in Münster.
[5] Auf Zuspruch des C. antwortend, zweifelt M. am Nutzen seiner politischen Tätigkeit und sieht seine Aufgabe an der Universität.
[6] M. bittet C. erneut, den Ptolemaios [⇨ 1505.3] zu edieren, und fragt nach den Tabulae Resolutae [des Georg Peurbach]. M. hat Peurbachs Theoricae mit einem Vorwort an [Simon] Grynaeus [1509] herausgegeben. In Rom bewundert man C.s Sophokles-Kommentar [⇨ 1505.4], wie [Georg] Sabinus erzählte. M. fragt, ob Grynaeus in Tübingen ist.
Fundort:
CR 2, 799f Nr. 1228; Cod.II, 13f.
‒ MBW.T 6.
Nachtrag:
Regest 6 zu berichtigen: M. fragt, ob C. weiß, daß Grynaeus in Tübingen ist.