[1] S. dankt für den durch [Philipp], den Sohn des [Joachim] Camerarius, überbrachten Brief M.s [fehlt]. Die [Katholiken] benützten das Ausscheiden der Jenenser als willkommenen Anlaß zum Abbruch des Religionsgesprächs. Die [Protestanten] trifft keine Schuld.
[2] Hz. Johann Friedrich [d.M. von Sachsen] war kürzlich mit Basilius [Monner] und [Johannes] Aurifaber [Vinariensis] in Zweibrücken, reiste aber nach einem Tag wieder ab, um seine Tante [Maria], die Gemahlin des Hz. [Philipp] von Pommern, in Weimar zu empfangen. Der gnädige Brief Johann Friedrichs an M. [8369] erweckte bei S. die vergebliche Hoffnung, dieser werde die Aufträge an seine Gesandten abmildern.
[3] S. dankt im Auftrag des [Hz. Wolfgang von Zweibrücken] für sein klärendes Wort über Wiedertäufer u. dgl. [8396].
[4] S. kann erst am 2. November in Worms sein. Er nimmt an, daß man so lange auf den Bescheid des Kg. [Ferdinand] warten muß. Falls M. aber vorher abreist, soll er durch seinen Wirt [NN] Nachricht geben.
[5] S. fordert M. auf, mit Brenz u.a. ein Treffen der [Protestanten] im Dienste der kirchlichen Einheit vorzubereiten.
[6] S. möchte seinen Lehrer M. nicht schulmeistern, erinnert aber an die Verantwortung für die Zukunft der Kirche. Grüße an Brenz und [Paul] Eber.