[1] Der Kf. bestätigt den Eingang des Berichts über die Prüfung der Stipendiaten und M.s Verzeichnis. Die darin genannten Begabten und Fleißigen sollen ihr Studium fortsetzen, die bereits zum Predigen Geeigneten sich üben und dazu von den Adressaten durch ihren Aufseher Laurentius [Rulich] ermahnt werden.
[2] Die Studierfähigen aus den Schulen in Meißen, Grimma und Pforta und die Schulanwärter werden durch die Landesfremden und Untüchtigen aufgehalten. Deshalb sollen ihnen der Rektor [Andreas Knauer] und der Präzeptor Laurentius [Rulich, ⇨ 7626.3] die Stipendien zum 14. September kündigen.
[3] Nach der Visitation der drei Schulen sollen die zum Studium der Theologie an der Universität Leipzig Geeigneten benannt werden. Sie sollen die Entlassenen ersetzen; an den Schulen sollen die jüngst vertrösteten Anwärter nachrücken.
[4] Freie Stipendiatenstellen sind nur mit Schülern der drei Schulen zu besetzen, die jeweils nach der Schulvisitation vorgeschlagen werden. Diesmal wird hingenommen, daß Christoph Lange aus Weißensee an die Stelle des Georg Schonbach tritt, obwohl M. einen anderen benannt hat.
[5] Die beiliegenden Befehle zur Mitwirkung bei der Visitation an Dietrich von Starschedel zu Mutzschen für Grimma, Wolf Koller, Amtmann in Eckartsberga, für Pforta und Hans von Schleinitz für Meißen [⇨ 8661] sind mit den jeweiligen Terminen weiterzugeben. Ein Visitationsbericht wird gefordert.