[1] J. ist betrübt, daß [NN] seinen Sohn [Justus Jonas d.J.] gegen ihn aufgehetzt hat.
[2] J. hat M.s Vorrede an Kf. [Johann Friedrich von Sachsen: 6575] und das Gedicht gelesen. In den zwei Jahren am Hof [in Coburg] hat J. vor Hz. Johann Ernst [von Sachsen] oft die unveränderte Gesinnung der [Wittenberger gegen die Ernestiner] bezeugt. [Nur Matthäus von] Wallenrode unterstützte ihn dabei.
[3] J. möchte im Alter bei M. leben. Die Erzählungen seines Reisebegleiters Johannes Fesel [d.J.] über M.s Lehr- und Predigttätigkeit verstärkten diese Sehnsucht.
[4] Michael Meienburg hat über J.s Altersbeschwerden, seinen Sohn [Justus] und einen neuen Schaden in Erfurt hilfsbereit geschrieben. J. hofft, durch die [Ernestiner] in Halle unterzukommen, hat aber auch ein Angebot von Regensburg. Nach dem Tod des [Hz. Johann Ernst] will J. nicht am Hof [in Coburg] bleiben.
[5] J. studiert eifrig M.s neueste [lateinische] Loci [CR 21, 573 Nr. 15]. Veranlaßt durch ein Gespräch in Regensburg, u.a. mit Hofleuten des Hz. Albrecht von Bayern, über das Trienter Konzil, veröffentlichte J. eine neue deutsche Übersetzung von M.s Causae [⇨ 4336; 4410], und wegen der Agitation des Regensburger Dompredigers [Laurentius Leyen] übersetzte er M.s Locus über die Kirche [CR 21, 825-847, doch nach der o.g. Ausgabe], das beste, was je darüber erschien, ins Deutsche.
[6] Bitte um Antwort.
[7] [Justus] Jonas d.J. soll mansfeldischer Rat geworden sein. J. hat ihm zum Schaden seiner Töchter Sophia, [Katharina und Elsa] 400 Taler gegeben.
[8] Mgf. Albrecht [von Brandenburg-Kulmbach] eroberte Bamberg. Segenswunsch.