[1] [Franz Kram], den C. mit einer unbequemen Übernachtung in Tornau bei Düben von [Wittenberg] nach [Leipzig] gebracht hat, ist schwer krank, ebenso seine Frau.
[2] Der zu Brenz geschickte Bote [⇨ 6464] kehrte vorgestern zurück. Brenz' kurzer Brief an C. liegt bei; in dem an [Erasmus] Sarcerius bedauert er, daß M. von Osiander angegriffen wird [⇨ 6399.4], nimmt aber zur Sache keine Stellung.
[3] [Leonhard Fuchs] schrieb beiliegenden unfreundlichen Brief an C., vermutlich von seinem Gastfreund [Flacius] beeinflußt. C. schweigt resigniert. M. soll [Fuchs'] Brief vernichten.
[4] Daß [Nürnberg] sich von der Belagerung [durch Mgf. Albrecht von Brandenburg-Kulmbach] losgekauft hat, trägt der Stadt Spott ein; doch war vom Kaiser keine Hilfe zu erwarten. C. ist über die Lage in Deutschland verzweifelt.
[5] Grüße an [Peucer] und die Familie. Der Niedergang von Bildung und Anstand ist als Gottes Wille hinzunehmen, doch Trauer darüber ist erlaubt.
[6] [Daniel] Stibars beiliegender Brief über den Frieden in Franken ist zu vernichten. Anbei die gedruckte Disputation des [Alexander] Alesius.