[1] Mbg.s Sohn Christoph ist von seiner üblichen Krankheit genesen. In [Wittenberg] gibt es keine Seuche und es werden keine Truppen stationiert. Doch bei Ausweitung des niedersächsischen Krieges sollen Mbg.s Söhne Christoph [und Caspar] nach Nürnberg ausweichen.
[2] Bezüglich des Reichstags in Augsburg herrscht bei allen Besorgnis. Einige meinen, Kaiser [Karl] und Kg. Ferdinand wollen ein Konzil und keinen Streit um das Interim, was sie aus dem Verhalten Kg. Ferdinands in Schlesien folgern.
[3] M. wurde nicht nach Augsburg bestellt und würde auch nicht hingehen. Er verabscheut sinnlosen Streit und sieht seine Aufgabe in der Theologie und im Unterricht der Jugend.
[4] Er rät auch Mbg. vom Besuch des Reichstags ab, schon um den Überredungskünsten auszuweichen, wie sie M. von [Kf. Joachim II.] von Brandenburg, der M. die letzte Ölung einreden wollte [wahrscheinlich in Jüterbog, ⇨ 5385 und zu ⇨ 5387.9; ⇨ 5404], und in Regensburg [1541] von Johann [von Niedbruck] und anderen erfuhr [⇨ 4153.3]. Er rät, [Matthias Luther] abzuordnen mit dem Auftrag, das Interim abzulehnen. Kf. [Moritz] von Sachsen schickte NN und Abraham von Einsiedel nach Augsburg und zum Kaiser [Christoph] von Carlowitz. Der Kaiser ist ziemlich krank.
[5] Dank für Wein. Die zehn Taler überreichte M. laut Schreiben des Adam [Cureus] dem [Johannes] Cingularius [⇨ 5850.4].