[1] M. verfaßt einen zweiten Bericht an [Kf. Moritz von Sachsen über die Verhandlungen mit Z. und Sch.: 5574], läßt ihn Z. und Sch. lesen und zerreißt den am 20. Juni verfaßten [5565].
[2] M. sagt, die Kirchenordnung [Agende, ⇨ 5473] werde nicht publiziert, weil der Kaiser sie als gegen sein [Interim] gerichtet verstehen werde. Fürst Georg [von Anhalt] sei der Vf.; M. distanziert sich davon. Ein Untertan [NN] des Kg. [Ferdinand] hat eine Kirchenordnung verfaßt, worüber der Kg. unwillig wurde.
[3] M. sagt, Johannes Agricola habe auch den Meßkanon übernehmen wollen, was [Kf. Joachim II.] von Brandenburg für unmöglich erklärt habe. M. möchte Z. und Sch. in ihren Kirchen[ämtern] halten. [Die Wittenberger] sind nicht aktiv. M. würde gern anderswo sein, um freier reden zu können. Er kritisiert die Prozessionen in der Mark Brandenburg.
[4] M. bietet Sch. an, ihn in Eperies oder Schemnitz [⇨ 5606] unterzubringen, was dieser ablehnt. [5, zu 1] Z. und Sch. bitten M. vergeblich um Überlassung für 1-2 Stunden. Er verspricht eine Abschrift, die aber nach Mahnung erst am 5. Juli kurz vor der Abreise zugestellt wird.