M. an Hieronymus Baumgartner in Nürnberg.
- [Wittenberg], 24. Februar [1549]
[1] Wenn Veit [Dietrich] gestorben ist, so ist er zu seinem Umgang mit Gott, Christus, den Propheten und Aposteln zu beglückwünschen. M.s Sehnsucht danach, Gebet für die Erhaltung der Kirche und Trost.
[2] M. erwartet [Erhard] Schnepf [⇨ 5442] und [Martin] Bucer, der aber noch ungewiß über seinen Weggang ist [⇨ 5460]. Nicht minder als die gegenwärtigen Gefahren quält M. der Gedanke an deren Ursachen [⇨ 5327.2].
[3] Anbei ein Gedicht von [Jakob] Micyllus [In obitum Gertrudis uxoris, Heidelberg 1548]. M. muß jetzt viele Briefe schreiben.
[4] Ungarn erbaten neulich aus [Wittenberg] Geistliche [⇨ 5433.2; ⇨ 5460] und versicherten, ihre evangelischen Gemeinden nicht zu verändern. Sie sind standhafter als die Deutschen: Heute geleitet Kf. [Joachim II.] von Brandenburg seinen Sohn [Friedrich] nach Halle, um ihm das Erzbistum [Magdeburg] zu verschaffen; dafür wird die Wahrheit unterdrückt [⇨ 5450.1]. Die niedersächsischen Städte sind bei aller Friedensliebe zum Widerstand entschlossen [⇨ 5433.3]. Segenswunsch.
Fundort:
CR 7, 339f Nr. 4492.
‒ MBW.T 19.
Datierung:
Jahr aus den Parallelen. Zu 3 ⇨ 5271.