[1] Neujahrswunsch.
[2] B., der weniger wegen [Osianders] Weggang als wegen der Schwierigkeiten seines Amtes niedergeschlagen war, wurde durch M.s Brief [5367] beruhigt. Er wollte aus Protest gegen die [Interimspolitik des Rates] sein Amt niederlegen, erhielt aber gegenteiligen Befehl.
[3] Noch immer werden neue Zeremonien eingeführt. Auch erwägt man, um dem Augsburger [Interim] zu genügen, täglich zwei Scheinmessen lesen zu lassen. Da das Volk ausbleibt, soll jeder dritte Geistliche kommunizieren. Statt des Kanons sollen andere Gebete gemurmelt werden. Johannes Agricola rät zu derartigem [⇨ 5239.10].
[4] B. hält dies für Blasphemie. Er wird dazu nicht schweigen können und wird emigrieren, wenn er nicht zuvor ausgewiesen wird, denn [die Ratsherren] vertragen keine Kritik. Doch bittet er um M.s Rat [⇨ 5411.2; ⇨ 5459.2]. Wenn es guten Gewissens möglich ist, will er seine Gemeinde nicht verlassen.
[5] B. hat Bugenhagens und M.s [5366] Briefe an [Osiander nach Breslau] geschickt. Dessen Familie will noch bis Sommer in [Nürnberg] bleiben.