[1] E. ist mit seiner Familie gut angekommen. Sein Zug [⇨ 4887] erinnerte ihn an das wandernde Gottesvolk. Er fühlt sich der Universität und M. verbunden und wird in 16 Tagen mit seiner Frau [Helene], die ihn nicht allein ziehen lassen will, zurückkehren.
[2] Friedrich [Bernbeck] freute sich über M.s Brief [4887] und über den ihm von Veit Dietrich gewidmeten Joelkommentar [Luthers: WA 13, XXVIIIff und 88-122], der am Tag nach E.s Ankunft eintraf. Wenn M. einmal in seine Heimat reist, soll er ihn besuchen.
[3] Es geht das Gerücht, daß der Kaiser 18000 Spanier in den Bistümern Würzburg und Bamberg überwintern lassen will. E. hält dies für Bluff, um Zahlungswilligkeit zu erreichen.
[4] Vom Reichstag hört man nichts. Über die Meuterei unter den kaiserlichen Truppen in Augsburg hat wohl Matthäus Irenaeus berichtet, dessen Anwesenheit [in Wittenberg] für M. hilfreich sein wird. Auch Joachim [Camerarius] ist von Nürnberg nach Leipzig abgereist.
[5] Grüße von [Georg] Schmalzing, Peter [Faber], Friedrich [Bernbeck] und Hieronymus Berbing. Grüße an [Johannes Bugenhagen], die übrigen Kollegen, auch an Sylvester [NN, E.s Diener, ⇨ 4532 u.ö.].