M. an Johannes Pfeffinger [in Leipzig].
- [Wittenberg], 20. August 1547
[1] Besonders in unruhigen Zeiten sollten die Pfarrer einer Gemeinde nicht wechseln. Deshalb wollten M. u.a. [wohl Bugenhagen und Cruciger], daß Pf. in Leipzig bleibt, zumal er dort sehr geschätzt wird. Nun schrieb aber der Rat von Breslau an M. über die Schwierigkeiten der dortigen Gemeinde [nach dem Tode des Johannes Heß, ⇨ 4560ff] und gab die von Pf. eingegangene Verpflichtung nicht zurück.
[2] Pf. soll seine Situation dem Rat von Leipzig schildern. Wenn dieser die Entlassung verweigert, muß er oder Kf. [Moritz von Sachsen] an den Breslauer Rat schreiben.
[3] Dies erscheint M. u.a. als die sauberste Lösung. Pf. kann sich mit anderen, namentlich Ludwig Fachs, beraten. Die [Kriegs]zeit macht es verständlich, daß Pf. sich zu rasch verpflichtet hat. Der Leipziger Rat wird ihn ohne Schädigung seines Ansehens davon befreien und dadurch auch der Leipziger Gemeinde helfen.
Fundort:
CR 6, 638f Nr. 3978.
‒ MBW.T 17.
Datierung:
Datum: Der ebenfalls überlieferte 20. Juli kommt nicht in Betracht, weil M. an diesem Tag in Leipzig war (⇨ 4814).