M. an Paul Eber [in Wittenberg].
- [Zerbst, 27. April 1547]
[1] M. bestätigt E.s Brief vom Montag, 12 Uhr [4725]. Zur gleichen Stunde hatte er an E. geschrieben, denn über die Schlacht [bei Mühlberg] war dasselbe gemeldet worden. Doch sein Bote ist noch nicht zurückgekehrt. Heute traf von [Bastian] von Wallwitz die Nachricht ein, daß Kf. Johann Friedrich von Sachsen und Hz. Ernst von Braunschweig[-Grubenhagen] in Gefangenschaft gerieten. M. weiß nicht, ob sein Brief nach [Wittenberg] gelangt. Er rät E., mit seiner Familie nach [Zerbst] zu kommen, solange der Weg noch frei ist.
[2] M.s ganze Habe steht E. zur Verfügung. M.s Frau will, daß die drei Truhen in und vor ihrem Schlafzimmer zu ihrer Mutter [N. Krapp] gebracht werden, desgleichen der Krug vor der Kammer mit den Zinngefäßen und die Kochtöpfe. Das frischgebraute Bier soll E. teils verkaufen, teils selbst verbrauchen, den Wein mit seiner Schwiegermutter [N. Stange] teilen.
[3] E. soll wenn möglich antworten. M. nimmt an, daß eine Kapitulation der Stadt die Gefahr verringert. Segenswunsch.
Fundort:
CR 6, 515f Nr. 3858.
‒ MBW.T 16.
Datierung:
Datum: Als Antwort auf 4725 am folgenden Mittwoch geschrieben.