M. an Joachim Camerarius [in Merseburg].
- [Zerbst], 4. Januar [1547]
[1] M.s Bote [NN] kommt vermutlich durch die Truppen hindurch. Obwohl Fürst [Wolfgang] von Anhalt, der im Lager des Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] ist, und Gf. [Christoph] von Oldenburg sich zweifellos für C. und Fürst Georg [von Anhalt] einsetzen werden, glaubt M. nicht, daß sie in [Merseburg] bleiben können. C. soll deshalb mit seiner Familie nach Dessau oder nach [Zerbst] kommen. Fürst Johann [von Anhalt] lud C. heute ausdrücklich ein.
[2] M. tröstet C. theologisch und philosophisch. Kf. [Johann Friedrich], der sich viele entfremdet, steht in größerer Gefahr als sein Gegner [Hz. Moritz]. M. fürchtet auch die Sterne. Er betet.
[3] Wirtschaftlich kann C. geholfen werden. Schlimmer ist, die Zerstörung der Heimat ansehen zu müssen. Trost durch Gottes Willen und Verheißung. Fürbitte für Frau [Anna] und Kinder.
Fundort:
CR 6, 343f Nr. 3688; Cod.I, 192+194.
‒ MBW.T 16.
Datierung:
Jahr: Eindeutig Schmalkaldischer Krieg.