[1] Als die Kriegsrüstung des Papstes [Paul III.] und seiner Anhänger [Kaiser Karl V.] gegen Gott und die Anhänger des Wortes Gottes bekannt wurde, schrieb der Kf. vor seiner Abreise [28. Juni] wegen einer Verlegung der Universität Wittenberg an M. und sprach auch selbst mit ihm.
[2] Nun ziehen immer mehr Studenten nach Hause, während M. und die anderen Professoren mit ihren Familien in Wittenberg bleiben wollen.
[3] Obwohl der Kf. die Nachteile einer Verlegung der Universität kennt, sieht er sich gezwungen, die Festung Wittenberg mit Kriegsvolk zu besetzen.
[4] Da beide nicht an einem Ort sein können, ordnet der Kf. die Verlegung der Universität an, wobei er annimmt, daß sie wie bei früheren Verlegungen [⇨ 570-669; ⇨ 1580-1700] danach wieder zusammenkommen werde.
[5] Bei feindlicher Bedrohung dürfen die Professoren in der Festung Wittenberg Zuflucht suchen.
[6] M. soll also die Professoren und Studenten veranlassen, mit ihm an einen der vom Kf. zur Wahl gestellten Orte [Altenburg, Zeitz, Jena] zu ziehen.
[7] Zuversicht, daß Gott sein Wort gegen seine Feinde schützen wird und also auch die Universität nach dem Krieg wie früher bestehen werde.
[8] Bekräftigung dieser Anordnung.