M. an Johannes Stigel [in Weimar].
- [Wittenberg], 27. Juni 1544
[1] St. und seine Frau [Barbara Kunholt] sollen sich aneinander freuen und alle Sorgen vergessen. St. soll auch seine Frau nicht sofort aus dem Elternhaus entfernen, denn M. hat selbst erfahren, wie weh dies tut [⇨ 8408],
und jetzt wird seine Tochter [Anna Sabinus] ins Baltikum entführt [⇨ 3583; 3605.2]. Was die Witwe [Ursula] des [Caspar] Teuschel wegen des Hauses geantwortet hat, schrieb M. deutsch in der Beilage, damit es nötigenfalls der Frau Teuschel [Witwe des Alexander Teuschel?] vorgelesen werden kann; sie hat das Haus der Frau [N.] Stammer versprochen, und die Mieter kann man nicht leicht herausbringen. [Die Universität] schickte einen Boten, um St. dies mitzuteilen. M. rät ihm, erst umzuziehen, wenn er ein Haus hat, und den Sommer über billiger bei den [Schwieger]eltern [Johannes Kunholt in Weimar] zu wohnen.
[2] St. soll mitteilen, ob er das von Johann Rhau gezahlte Vierteljahresgehalt in Höhe von 20 Gulden [⇨ 3567] erhalten hat.
[3] Gedenktag Alexanders d.Gr., Beispiel für die Vergänglichkeit der Menschen.
Fundort:
CR 5, 427 Nr. 2973.
‒ MBW.T 13.