M. an Johannes Rivius [in Dresden]. - [Wittenberg, 30. September 1543]

[1] Anlaß dieses Briefes ist der Überbringer Cyriacus [Lindemann]. Doch das Thema ist wie im letzten [verlorenen] Brief der [geldrische Erbfolgekrieg]. Hz. [Wilhelm von Kleve-]Jülich hat kapituliert. Vor zwei Monaten wäre er noch mit einem Verzicht auf Geldern davongekommen. Doch nun muß man sich auf das Kommende einstellen und für Kirche und Studien beten, denn die Fürsten und Höfe können nicht helfen.

[2] M. erwartet Post von R. und läßt Daniel [Greser] und [Johannes] Albinus grüßen.

Fundort:
CR 5, 187f Nr. 2767. ‒ MBW.T 12.
Datierung:
Datum: Nach 20.9.1543, denn an diesem Tag erhielt M. die erste, noch ungewisse Meldung vom Vertrag von Venlo (⇨ 3319.2), wogegen er in 3326 wie in 3325 zuverlässig informiert ist (wohl noch nicht durch 3320). Da M. in 3325.1 auch die Sorgen des R. erwähnt, hat er diesem wahrscheinlich mit gleicher Post geschrieben. Lindemann wurde im Oktober 1543 Lehrer in Schulpforta, vgl. P.Flemming: ThStKr 85 (1912), 577f Nr. 2767 [H3118], weshalb er zum Dresdner Hofe reiste. Albinus war damals Hofprediger in Dresden.

Normdaten
Personen:

Albinus, Johannes: GNDHagrid

Greser, Daniel: GNDHagrid

Lindemann, Cyriacus: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Rivius, Johannes: GNDHagrid

Wilhelm von Kleve-Jülich: GNDHagrid

Orte:

Dresden: GeonamesHagrid

Schulpforta: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid