M. an Joachim Camerarius [in Leipzig].
- [Wittenberg, ca. 20. Oktober 1542]
[1] Kritik an der Kriegführung und Politik des [Hz. Wilhelm von Kleve-Jülich]. Anbei die Instruktion der Gesandtschaft [des Eb. Hermann von Köln und des Lgf. Philipp von Hessen an Kgn. Maria]. Gebet.
[2] C. soll über Jakob [Schenck] antworten [⇨ 3062.3].
[3] M. billigt zwar, daß [Alexander] Alesius gegen [Christoph von der Straßen] die Pflicht der Obrigkeit zum Verbot der Hurerei vertreten hat. Doch hätte Alesius nicht vor Rückkehr des [Kf. Joachim II. von Brandenburg] weggehen sollen. Er möchte offenbar nach Leipzig. Kf. [Johann Friedrich von Sachsen] gab ihm zur Überbrückung 40 Gulden.
[4] Im Traum sagte M. zu [Caspar] Cruciger, [Peter] Swawe und [Ambrosius] Blarer sich verabschiedend, er fürchte, das Reich Gottes werde den [Europäern] genommen werden.
[5] Wenn Alesius [in Leipzig] ist, soll C. ihm beiliegende Briefe geben.
Fundort:
CR 4, 885f Nr. 2569; Cod.I, 166.
‒ MBW.T 11.
Datierung:
Datum: Nach 3062.2, der ersten Mitteilung über Alesius, vor 3074, wo M. für die dem Alesius erwiesene Hilfe dankt, wogegen in 3069.3 dessen Aufenthalt noch ungewiß ist. Offenbar auch nach 3066, wo M. sich ausführlich über den Streit mit Straßen äußert, während er in 3069 nur noch ergänzungsweise darauf eingeht. Über Jülich schreibt M. auch am 19. (3067.1). Die offenbar gemeinte Instruktion (‚Thesis‛) datiert vom 11.10.1542, vgl. Lenz 2, 103 Anm.3.