M. an Philipp Glüenspieß [in Mansfeld].
- [Wittenberg], 19. Oktober 1542
[1] M. dankt für ein durch Martin [Seidemann] überbrachtes Geschenk. Ihre Freundschaft ist der Kirche von Nutzen, während die Fürsten, in Anspruch genommen durch ihre privaten Begierden und Geschäfte, die Gemeinden zerrütten. Aus Ungarn kommen schlechte Nachrichten [⇨ 3066]. In den Niederlanden hat [Hz. Wilhelm von Kleve-]Jülich einen großen Teil seiner Besitzungen verloren. Um Schutz vor den Türken kann man nur noch beten.
[2] Die hoffnungslosen politischen Zustände sollen G. über den Tod seines Sohnes [N.] trösten; ähnlich empfand Luther neulich [⇨ 3048.2] beim Tod seiner Tochter [Magdalena]. Gebet.
[3] Gruß an M.s Landsmann Martin [Seligmann].
Fundort:
CR 4, 881-883 Nr. 2565.
‒ MBW.T 11.
Datierung:
Datum: Neben Postridie Lucae ist P.Luciae (14. Dezember) überliefert, was aber wegen der Nachrichten zu spät ist.