M. an Michael Meienburg in Nordhausen. - [Wittenberg], 20. Oktober [1542]

[1] M., wie immer um Eintracht bemüht, beschwichtigt Mbg.s Ärger über den Fall [Johannes Krause, ⇨ 3008; ⇨ 3093]. Wenn dieser seine Beschwerden bei Luther nicht wiederholt, wird die Sache in Vergessenheit geraten. Es ist das Schicksal vieler guter Politiker, Ungerechtigkeiten zu erleiden; M. selbst muß auch Schläge von Gegnern und eigenen Leuten einstecken.

[2] Nachdem Andreas [Hügel] wegen der geringen Dotierung abgelehnt hat, bot M. die Nordhäuser Predigerstelle [Anton Otto] in [Gräfen]hainichen an [⇨ 3045].

[3] Dank für ein Darlehen; da auch die Universität nach M.s Rückkehr [aus Leipzig (⇨ 3058f), wo er demnach Mbg. getroffen hatte] 200 Gulden [für M.] beschafft hat, hofft es M. zur Neujahrsmesse zurückerstatten zu können.

Fundort:
CR 4, 883f Nr. 2566. ‒ MBW.T 11.
Datierung:
Jahr aus den Parallelen.

Normdaten