M. an Joachim Camerarius in Leipzig.
- [Wittenberg], 25. September [1542]
[1] Bewegt von C.s Empfehlungsbrief und den Tränen des Studenten [Bertold Richius aus Holzminden] schrieb M. an Franz [Burchard: 3047]. Er vermutet allerdings, daß jenes Heimat unter hessische Verwaltung kommt, und weiß, daß [Hz. Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel] die Kirchengüter geplündert hat und fast alle Ämter und Zollstätten von Wucherern besetzt sind. Doch wird er nötigenfalls auch an [Lgf. Philipp von Hessen] und [Kf. Johann Friedrich von Sachsen] schreiben.
[2] Nachdem man [⇨ 3033] aus [Dessau] zurückgekehrt war, starb Luthers Tochter [Magdalena]; dessen Schmerz. Segenswünsche für C.s Familie.
[3] M. erhielt heute [Caspar] Borners Brief; darüber [⇨ 3012?] hoffentlich mündlich. Die vielen Empfehlungsbriefe für Studenten kosten M. unglaublich viel Zeit.
Fundort:
CR 4, 870 Nr. 2554; Cod.II, 164.
‒ MBW.T 11.
Datierung:
Jahr aus 1 und 2, vgl. WAB 10, 146f und 149f.