[1] Myc. ist erfreut über M.s wunderbare Genesung, sein Glaube an die Auferstehung und das ewige Leben dadurch gestärkt.
[2] Untätigkeit herrscht [beim Religionsgespräch]. Von den Gegnern sind anwesend: [Johannes Fabri], Bf. von Wien, [Johannes] Cochlaeus, [Friedrich] Nausea und [Ambrosius] Pelargus. [Giovanni Morone, Bf. von] Modena, wirkt als päpstlicher Legat. Die Gesandten Venedigs [Francesco Contarini] und des Kg. [Franz I.] von Frankreich Lazare Baif sind zugegen, vom Kaiser eingeladen.
[3] Es gibt drei Meinungen: [Morone] und [Hz. Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel] wollen kein Gespräch mit den [Evangelischen], sondern sofortigen Krieg. Andere wollen erst nach Verhandlungen Krieg. Die dritten wollen überhaupt keinen Krieg und lieber alle Zugeständnisse machen. Der Legat versprach im Namen von Papst [Paul III.] die Kriegskosten und 60000 Dukaten Handgeld. Nur die Furcht vor einer möglichen Überzahl der [Evangelischen] bildet ein Hindernis.
[4] Schließlich wird vertagt auf ein neues [Religionsgespräch]. Die Entscheidung soll aber dem nächsten Reichstag vorbehalten bleiben.
[5] Myc. berichtet über seinen Streit mit dem Passauer [Dom]dekan Ruprecht von Mosham, der Mikrosynoden [Mycrosynodus Moguntina und Mycrosynodus Treverina] schrieb, worin er zwei Antichriste, nämlich Papst und Luther, versöhnen will und sich auch durch Schriftbeweise nicht von seinen Träumen abbringen ließ.
[6] Segenswunsch zur vollständigen Genesung. Myc. hofft auf baldige Rückkehr.