Lgf. Philipp von Hessen an Martin Bucer und M. [in Schmalkalden]. Dt. - [Rotenburg/Fulda, 8./9. März 1540]
[1] Den Antworten des [Eb. Albrecht] von Mainz, des [Eb. Johann III.] von Trier, des [Kf. Ludwig] von der Pfalz und des [Leonhard von] Eck [für Hz. Wilhelm von] Bayern ist zu entnehmen, daß diese Fürsten keine Reformation, sondern nur einen [weltlichen] Frieden oder Anstand wollen, weshalb Vergleichsverhandlungen aussichtslos erscheinen.
[2] Schreiben vom kaiserlichen Hof und des Gf. [Dietrich IV.] von Manderscheid zeigen [Nikolaus] Granvellas guten Willen.
[3] Deshalb sollen B. und M. eine lateinische Darstellung über Religion und geistliche Güter mit einer Bitte um ein Religionsgespräch aufsetzen [2411] und an Ph. schicken.
[4] Für den Fall der Ablehnung dieses Gesuchs soll B. seinen Rat erteilen.
Fundort:
Lenz 1, 143f Nr. 52.
‒ MBW.T 9.
Datierung:
Datum: Die verschollene Antwort ist in Umrissen aus 2395 rekonstruierbar. B.s gleichzeitiges Separatschreiben, worauf 2395.3 eingeht, datiert vom 11.3.1540 und ging am 13. in Rotenburg ein: Lenz 1, 145-147 Nr. 54. Die Briefe des Lgf. MBW 2390 und der gleichzeitige an B. (Lenz 1, 144f Nr. 53) sind also am 9. oder 8. in Rotenburg ausgefertigt worden.