[1] Erinnerung an C.s Besuch vor einem Jahr [⇨ 2108; 2126]. Weiterhin politische Sorgen. Das Ergebnis des Arnstadter Bundestages anläßlich der Ächtung Mindens kennt M. noch nicht. Mgf. Georg [von Brandenburg-Ansbach] wird in dem Erbschaftsstreit [⇨ 2294.5] zu vermitteln suchen und hoffentlich Hz. [Heinrich von Sachsen und Lgf. Philipp von Hessen] versöhnen.
[2] Bericht über den Tod Sebald [Münsterers], seiner Frau [Anna], der Brüder [Johannes und Christoph] Geuder, einer Magd und dreier Studenten. Luther nahm die Kinder [Münsterers] auf, da M. gerade in Berlin war [⇨ 2291]; jetzt wohnen die Knaben [Sebald, Leonhard und Philipp] bei ihm. Kummer und Ärger der letzten drei Jahre haben M. an den Rand seiner Kräfte gebracht.
[3] Die Seuche verzögerte die Beratungen über die Universität Leipzig; doch hat Hz. [Heinrich von Sachsen] dem Rektor [Caspar] Borner seine Unterstützung zugesagt.
[4] Vermutlich wird ein weiterer Bundestag über die Ächtung Mindens stattfinden.
[5] Von Veit [Dietrich] erfuhr M., daß C. bei guter Gesundheit in Nürnberg gewesen ist.
[6] M.s Disputation über Osianders Problem [⇨ 2310.2] verwickelte ihn in einen neuen Streit [mit Veit Amerbach, ⇨ 2315.1]. Grüße an C.s Frau [Anna] und an [Leonhard] Fuchs.
[7] Der junge Wein verursacht bei M. Verdauungsbeschwerden und Schlaflosigkeit; doch der heilsame Ortswechsel ist unmöglich.