[1] J. hat S. mitgeteilt, daß er die Kirchengemeinden seines Gebiets kraft landesherrlicher Verantwortung unbeschadet der Autorität der Bischöfe zu reformieren gedenkt.
[2] Da die Antwort auf dieses deutsche Schreiben ein Mißverständnis erkennen ließ, erläutert er seinem [Schwieger]vater sein Vorhaben hiermit noch einmal ausführlicher.
[3] Der wahre Gottesdienst bleibt unverrückbares Ziel.
[4] Die unleugbaren Mißstände hat J. niemals verteidigt, aber auch keinen Radikalismus zugelassen,
[5] sondern er verfolgt eine mittlere Linie im Einklang mit der katholischen Kirche Christi.
[6] Die von S. als konservative Vorbilder genannten benachbarten Fürsten [Hz. Georg von Sachsen und vermutlich Hz. Heinrich von Braunschweig-Wolfenbüttel] wollen kirchliche Eintracht und Reform mit Zustimmung des Papstes, und namentlich J.s Schwiegervater [aus erster Ehe, Hz. Georg von Sachsen] hielt kurz vor seinem Tod [17.4.1539] wichtige Beratungen ab [⇨ zu 2134].
[7] J. ist also nicht isoliert, und die wenigen starren Verteidiger des Bestehenden waren nie sein Vorbild.
[8] J. bekennt sich zur katholischen Kirche, ist bereit, an einem rechtmäßigen Konzil mitzuwirken, und seinen militärischen Beitrag zur Verteidigung der christlichen Gesellschaft [gegen die Türken, ⇨ 1268] auch weiterhin zu leisten [⇨ 2966].
[9] S. kann mit seinem Schwiegersohn wie bisher zufrieden sein.
[10] Auf das Konzil kann nicht länger gewartet werden, nachdem Kaiser Karl bei den Päpsten Clemens und Paul III. sich so lange darum bemühte.
[11] Zur Bereinigung eines Mißverständnisses wird S. der Wertschätzung J.s versichert.
[12] J.s Frau [Hedwig von Polen, ⇨ 1592], mit der er wie bisher eine christliche Ehe führen will, steht es frei, von ihr geliebte Riten beizubehalten.
[13] Auch J.s Verhältnis zu seinem [Schwieger]vater S. soll ungetrübt bleiben.