[1] Überbringer der Esslinger Gesandte auf dem Schmalkaldischen Bundestag [NN]. M. antwortet auf einen langen Brief des C. Er freut sich über die Genesung von [Hieronymus Kammermeister] und sorgt sich um des C. Gesundheit.
[2] M. weist den Verdacht, die Widmung der Loci an [Kg. Heinrich VIII.] von England [1555] habe Luther wegen dessen Streit um die Zahl der Sakramente [⇨ 1159.3] verletzt, als ungebildet zurück.
[3] Über C.s zweite Frage [nach M.s Lehrabweichung von Luther hinsichtlich der Willensfreiheit] bald mündlich. M. möchte Neuerungen vermeiden. In der zweiten Fassung der Loci [CR 21, 271-283] hat er das schwierige Problem erhellt, zu dem die [Lutheraner] wie die Stoiker oder Platoniker [Skeptiker] sich falsch ausdrücken, wobei er in der Sache nichts änderte.
[4] Gesandte aus England [Edward Fox, Nicholas Heath, Robert Barnes] und Frankreich [Guillaume du Bellay] in Schmalkalden. Letzterer betreibt einen dogmatischen Kompromiß, den auch Frankreich annehmen kann [CR 2, 1009-1018 Nr. 1376-1378]. Die Engländer sind zur Annahme der evangelischen Lehre bereit [CR 2, 1007-1009 Nr. 1375 und 1028-1032 Nr. 1382, das vor MBW 1679 anzusetzen ist]. Peter Swawe bereitete M. Freude. [Lgf. Philipp von Hessen] war sehr freundlich zu M. Die verbündeten Fürsten scheinen einträchtig.
[5] Anbei ein Brief an einen Engländer [NN] mit der Bitte um baldige Antwort. M. ist über die [Hinrichtung] des [Thomas] Morus betroffen, mischt sich aber nicht ein. Die Widmungsvorrede [1555] schrieb M., ohne davon zu wissen, aus Gefälligkeit gegenüber [Robert Barnes].
[6] Eigenhändiger Gruß von [Georg] Spalatin.