[1.1] M.s Loci [CR 21, 230-560; vgl. auch MBW 132] wollen die für das Lehren hilfreiche Systematik bieten durch klare Darstellung nur des Wichtigen.
[1.2] Sie scheuen das Urteil der Kirche nicht
[1.3] und stehen formal in der Tradition von [Johannes] Damascenus, [Petrus] Lombardus, auch Cyprian, Deutero-Augustin, Origenes, Paulus' Römerbrief und der Glaubensbekenntnisse.
[1.4] Doch bedrängend ist die Schwierigkeit dieser Aufgabe, die in den Unzulänglichkeiten der Vorgänger zum Ausdruck kommt.
[2.1] Besser wäre deshalb die gemeinsame Abfassung durch eine Synode von Gelehrten,
[2.2] wodurch die kirchliche Eintracht wiederhergestellt würde, wofür neben den Bischöfen auch die Fürsten zuständig sind.
[2.3] Die [reformatorischen] Ansätze zur Behebung der unleugbaren Mißstände werden unterdrückt, Kirche und Gesellschaft leiden Schaden, was die Fürsten abwenden sollen.
[2.4] Archidamos, der Sohn des Agesilaos, (bei Xenophon) als Vorbild.
[3.1] M. strebt mit seinem System Vergleichbares an, wie Phidias in der Plastik leistete. Er lehnt das skeptische Disputieren ab.
[3.2] M. bemühte sich um Sachgemäßheit und Klarheit, wobei er sich der traditionellen Terminologie und vor allem der philosophischen Grundwissenschaften bediente.
[3.3] Er verurteilt die Wiedertäufer und dergleichen, die ohne Wissenschaft auszukommen meinen.
[4.1] Die Widmung an den Kg. soll ihn veranlassen, sich über die Verleumdungen ein eigenes Urteil zu bilden,
[4.2] was er dank seiner Gelehrsamkeit kann.
[4.3] Seine Tugenden halten ihn von Verfolgung der Evangelischen ab,
[4.4] die im Gegensatz zur gebotenen Unterdrückung der Radikalen verwerflich ist und den unbestreitbaren Nutzen der [Reformation] für die Kirche zerstört.
[4.5] Die Könige als ‚Pfleger‛ der Kirche und ‚pater patriae‛.
[4.6] Die Verfolger und H.s Milde.
[4.7] Warum M. dem Kg. sein Buch schickt.
[4.8] Gegen einseitige Beeinflussung durch die Gegner.
[4.9] M. bekennt sich zur katholischen Kirche Christi und stellt sich dem Urteil des Kg.s.