M. an Joachim Camerarius in Nürnberg.
- [Jena], 7. August [1535]
[1] M. hat am 6. August in Jena einen Brief des C. vom 23. Juli erhalten, in dem dieser die Hoffnung auf [vollständige] Befreiung seines Bruders [Hieronymus Kammermeister] ausgesprochen hatte [⇨ 530 u.ö.; 1638.3].
[2] Glückwunsch zur [bevorstehenden] Übersiedelung des C. nach [Tübingen]. M. hat [Simon] Grynaeus mitgeteilt, wie positiv sich C. über ihn geäußert hat. Über die gegenseitige Freundschaft zum Wohle der [Kultur]. M. will C. vor seiner Abreise besuchen.
[3] Die Fertigstellung seiner Loci [⇨ 1555] zur Frankfurter Messe [⇨ 1606f] hält M. noch einige Tage fest; dann hofft er, C. zu sehen. Die eigene ungute Lage, insbesondere das Übelwollen des [kursächsischen Hofes], hindert M., dem C. einen Ruf nach [Wittenberg] zu verschaffen.
[4] Kf. Joachim [I.] von Brandenburg ist gestorben, sein Sohn [Joachim II.] ist nach Polen zur Hochzeit [mit Hedwig von Polen] gereist. Franz [Burchard] und [Georg] Sabinus sind in seinem Gefolge [⇨ 1592].
Fundort:
CR 2, 899f Nr. 1296; Cod.I, 432; vgl. Druffel (1876), 506.
‒ MBW.T 6.