M. an Joachim Camerarius in Nürnberg.
- [Wittenberg], 11. März 1535
[1] M. ist in Ungewißheit, ob C. den durch einen Boten [NN] des Veit [Dietrich] geschickten Brief [1525] erhalten hat. Er trauert um Nikolaus [Anianus]. M. macht sich Sorgen um des C. Gesundheit. Er hat gehört, daß C. eine Edition vorbereite.
[2] Gerüchte über die bevorstehende Ankunft des Kaisers in Italien und Vermutungen über seine Absichten (Türken, England, Konzil). Lgf. [Philipp] von Hessen ist zu [Kg.] Ferdinand gereist, vermutlich um ein Heer gegen Ungarn zu führen.
[3] [Robert Barnes] kam zu Verhandlungen über die zweite Ehe des Kg. [Heinrich VIII.] von England [⇨ 1542], der ohne Interesse an kirchlichen Dingen ist, aber die [Evangelischen] jetzt nicht verfolgt.
[4] Im Wüten des [Kg. Franz I. von Frankreich] sieht M. Weissagungen bestätigt; er tröstet sich mit dem Imitatiogedanken und sucht die Schuld in den eigenen Reihen.
[5] Apologie [⇨ 1148] und Loci [⇨ 1555] werden neu gedruckt. C. möge griechische Epigramme für die Apologie und für die Loci verfassen.
Fundort:
CR 2, 860f Nr. 1263; Cod.II, 28f.
‒ MBW.T 6.
Nachtrag:
Regest 1 zu präzisieren. [Nikolaus Anianus] (nicht: Nikolaus [Anianus]).