M. an Friedrich Myconius in Gotha. - [Wittenberg], 14. November [1530]

[1] M. dankt für den Bericht vom Tod des [Gothaer] Jünglings [⇨ 1100] und bittet, auch im Namen Luthers und [Gregor] Brücks, um genaue Aufzeichnung, da Luther ihn publizistisch für [die Reformation] verwerten will.

[2] Bezüglich [Lgf. Philipp von Hessen] ist um Frieden zu beten. Doch meint M., daß ein von den Papisten entfachter Krieg ihnen selbst zum Unheil gereicht. Zeichen dafür ist ihm das Hochwasser des Tibers im Oktober, das in Rom größeren Schaden anrichtete als die Plünderung vor fünf Jahren.

[3] Anbei ein Buch [1093?], auch für [Justus] Menius. Der Kaiser hat noch kein Edikt [Reichstagsabschied] erlassen.

Fundort:
CR 2, 440f Nr. 940. ‒ MBW.T 4.
Datierung:
Jahr durch § 1 mit Parallelen in 1098f und Luthers Brief vom 13. 11. 1530 (WAB 5, 684f Nr. 1752) sichergestellt; M.s Rückrechnung auf den Sacco di Roma ist also falsch.

Normdaten