M. an Joachim Camerarius in Nürnberg.
- [Augsburg], 10. September [1530]
[1] M. dankt für die [Johannes] Setzer-Ausgabe der griechischen Briefe [⇨ 1057.2], schickt daraus den Brief Gregors [von Nazianz] an Prokopios über die Konzile [MPG 37, 225; CR 2, 359] mit eigener lateinischer Übersetzung [CR 2, 359], erörtert eine Textkonjektur und fragt nach C.s Ansicht.
[2] Nach M.s Urteil ist die Verständigung daran gescheitert, daß die Vermittlungsbereitschaft [Kursachsens] von den anderen [Protestanten] nicht unterstützt wurde. Nur aus Rücksicht auf C. hält er sich gegenüber den [Nürnbergern] zurück. Seine und [Kf. Johanns] Gründe sind in dem von M. verfaßten Brief des [Erasmus] Ebner an seinen Vater [Hieronymus: 1074] dargelegt. Sein Zerwürfnis mit [Nürnberg] war unausweichlich, denn dort treibt man schweizerische Politik.
[3] Anbei Post für Luther [1072f].
Fundort:
CR 2, 358f Nr. 895; MSA 7/2, 296f Nr. 227; Cod. I, 215.
‒ MBW.T 4.
Nachtrag:
Fundorte: Cod. I, 394 enthält die Beilage von § 1.