M. an Jakob Runge in [Greifswald].
- [Wittenberg], 14. April 1560
[1] M. las in Todeserwartung und unter Tränen R.s Leichenpredigten über Hz. Philipp [von Pommern]. Er erinnert sich an dessen pfälzische Verwandte, die Großeltern [Hz. Bogislav X. von Pommern und Kf. Philipp von der Pfalz], die Mutter [Amalia] und deren Bruder [Kf. Ludwig V.]. Als Hz. Philipps Vater [Georg] in Heidelberg Hochzeit hielt, trug M. im Hause des [Pallas Spangel] den Gästen Wein auf.
[2] Der Drucker schickt zwölf Exemplare der deutschen Predigt [Wittenberg, Georg Rhau Erben, 1560 (Schottenloher Nr. 32478)]. Der Rest wird zur Leipziger Messe gedruckt.
[3] M. leidet seit drei Jahren an einem Katarrh, wozu jetzt auch Fieber kam.
[4] Die Flacianer haben ihre Forderung nach einer Synode veröffentlicht [⇨ 9288.1]. [Joachim] Mörlin ist wohl der Verfasser.
[5] In Bremen äußerte sich das Domkapitel gegen eine Disputation [zwischen Albert Hardenberg und Tilemann Heshusen, ⇨ 9277.3].
[6] Papst [Pius IV.] verhandelt wegen des [Trienter] Konzils. Frankreich ruft die [Hugenotten] zurück.
Fundort:
CR 9, 1094f Nr. 6974; Garrelts: NKZ 36 (1925), 279-289 [H3249]; R.Stupperich: ARG 51 (1960), 219-221 Nr. 1 [H3908]; H.Scheible, Melanchthons Abschiedsbrief an seinen Schüler Jakob Runge: Bibliothek und Wissenschaft 23 (1989), 268-290.