M. an Hz. Albrecht von Preußen. - [Wittenberg], 15. April 1560
[1] M. betet für A. und seinen Sohn [Albrecht Friedrich].
[2] M. ist schwer krank. Er empfiehlt A. die Lehre, wie sie von Johannes Aurifaber [Vratislaviensis] und seinen Kollegen, den Universitäten Tübingen, Marburg, Leipzig, Wittenberg, Frankfurt/[Oder], Greifswald, Rostock und einigen Gelehrten in Hamburg und Lüneburg vertreten wird. [Matthias] Flacius und [Joachim] Mörlin können davon nicht ablenken.
[3] M. empfiehlt den Überbringer David Voit, den Sohn des [Johannes Voit]. Er wurde in [Wittenberg] zum Doktor der Theologie promoviert [⇨ 9265.2], wie das beiliegende Zeugnis ausweist. Die Flacianer [in Jena] wollten ihn dann doch zum Bleiben bewegen. Die Fürsten sollen die Einheit der Kirche bewahren.
[4] Segenswunsch.
Fundort:
CR 9, 1095-1097 Nr. 6975; Sillem, Westphal-BW 420f Nr. 212.
Datierung:
Vollendet am 16. laut CR 10, 226. Am 15. schrieben auch Joachim Camerarius und Paul Eber an Hz. Albrecht: Berlin SAPK, ehemals SA Königsberg, HBA, A4, Kasten 238 und 239.