M. und Johannes Brenz an Lgf. Philipp von Hessen [in Augsburg]. Dt. - [Augsburg, nach 12. Juni 1530]
[1] Trotz persönlicher Freundschaft mit einzelnen Zwinglianern muß ihnen um des Ärgernisses ihrer Lehre willen die Bruderschaft versagt bleiben.
[2] Den [Lutheranern] droht vom Kaiser größere Gefahr als den Zwinglianern. Ein Konzil erscheint nicht erstrebenswert. Die Duldung durch den Kaiser soll nicht durch Verteidigung der Zwinglianer verscherzt werden.
[3] Zunächst geht es um das Bekenntnis der Lehre. Bei einer möglichen Verfolgung wird erfahrungsgemäß zwischen Lehrern und Volk unterschieden. Doch können die Reichsstädte einen Krieg vermeiden, wenn sie die [Theologen] nicht gegen den Kaiser schützen, wie dies [Kf.] Friedrich von Sachsen bei Luther tat.
[4] Vff. wünschen keine Verfolgung der Zwinglianer, sondern Frieden. Die Rüstungen der Zwinglianer kamen anläßlich der Rottweiler Unruhen ins Gerede. Gottes Hilfe ist geduldig zu erwarten in der Gewißheit der Lehre.
Fundort:
CR 2, 101-103 Nr. 720C.
‒ MBW.T 4.
Datierung:
Datum: Bald nach 925.