Johannes Garcaeus d.Ä. an M. [in Wittenberg].
- Neubrandenburg, 2. Januar 1557
[1] G.s Kräfte lassen nach. Er konnte noch kein Bekenntnis publizieren. Deshalb betrachten seine Widersacher in Neubrandenburg seine Entlassung in Hamburg [⇨ 6229.3] als rechtmäßig und verweigern ihm ungeachtet der Befehle der [Hzz. Johann Albrecht und Ulrich von Mecklenburg] einen großen Teil seiner Besoldung [⇨ 6896.2; ⇨ 6899.2; ⇨ 6921.2; ⇨ 7246.1].
[2] G. fehlen deshalb die Mittel zur Ausbildung und Versorgung seiner Kinder. Nur sein ältester Sohn Johannes ist dank M.s Empfehlung Professor in Greifswald geworden [⇨ 7944.6; ⇨ 7975.2].
[3] G. bittet M. um Unterstützung seines geplanten Bekenntnisses [über die Höllenfahrt Christi ]. Denn er wünscht, mit seiner Familie nach Hamburg zurückzukehren.
[4] Wenn M. dies für aussichtslos hält, will G. anderswo unterkommen. Er bittet um ein Empfehlungsschreiben M.s an Hz. Philipp von Pommern, das M. dem Überbringer [NN], dem Ökonomen der Universität Greifswald, mitgeben soll. Er wird sich auch an Jakob Runge und Paul vom Rode wenden. G. erinnert an das Schicksal seines Vorgängers [Erasmus] Alber. Im Falle seines Todes soll G.s Familie nach Hamburg oder nach Pommern übersiedeln. Neujahrswunsch.
Fundort:
CR 9, 11-13 Nr. 6146.
‒ MBW.T 26.