[1] Neujahrswunsch. [Matthias Flacius] Illyricus hat St. in einem Brief [vom 30.12.1556: dt. Übersetzungen in Dessau LA, Z 6, Nr. 976, p.90f und 332-335 und Nr. 977, p.14-16, sowie Regensburg StA, EI, 14, 137] vorgeworfen, er werde an der [Universität Wittenberg] als Semiarianer verschrieen, weil St. seine Ansicht [über den Logos] nicht richtig wiedergegeben habe [⇨ 8052.3f]. Doch hat St. nur die Wortwahl variiert zur Abgrenzung gegen den Irrtum Schwenckfelds. Bei der Einführung des [Eb. Sigismund von Magdeburg, ⇨ 7068.3] erhob ein Schwenckfeldianer [NN] gegen Matthias [Georgius, den Pfarrer von St.Moritz] in Halberstadt, einen ähnlichen Vorwurf und sagte, man dürfe Gott nicht an tote Elemente binden.
[2] St. bedauert, M. nicht von der Verbreitung dessen abgehalten zu haben, was [Flacius] nicht als Behauptung, sondern lediglich als Hypothese zur Erörterung vorlegte. St. möchte nicht Anlaß zu Streit und Ärgernis in der Kirche geben, was M. verhindern kann.
[3] St. wiederholt nachdrücklich seine Bitte um Erläuterung und versichert seine Zuneigung.