[1] Sehnsucht nach M. und Wittenberg. Verzweiflung über hoffnungslose Friedensbemühungen.
[2] L. hat [Matthias Flacius] Illyricus in Magdeburg aufgesucht. Er schildert die ihm schon vor seiner Italienreise [⇨ 7510] bekannt gewordenen Schwierigkeiten der [Magdeburger Zenturien]. L. sollte in den Niederlanden einen Skriptor gewinnen [Theodoricus Artopoeus aus Zwolle; CR 9, 114 Anm.1 (25.2.1557)]. L. behauptet, daß Flacius seinen Versöhnungsversuch mit M. [7943] nur unternommen hat, um gegenüber seinen Geldgebern eine Entschuldigung zu haben, wenn er aus Magdeburg vertrieben würde. L. sah dessen Briefe an Abdias [Praetorius]. M. muß ihm antworten. L. erntete keinen Dank.
[3] [Johannes] Laski begrüßte M.s Brief [⇨ 7960]. Mit ihm sprach L. über einen [Theologen]konvent. Darauf ist keine Hoffnung, denn [Johannes] Brenz brachte durch [Hz. Christoph von Württemberg] den [Kf.] Ottheinrich [von der Pfalz] davon ab. [Johannes] Oporinus sagte, Brenz veröffentliche eine Abendmahlsschrift [Von dem hochwirdigen Sacrament ..., Frankfurt/Main, Peter Braubach, 1556; vgl. W.Köhler, Bibliographia Brentiana (1904), 144f Nr. 315f]. [Joachim] Westphals [Recta fides de coena domini] wird heimlich in Straßburg gedruckt, wo Calvin vom Rat verboten wurde, in der französischen Kirche zu predigen. Flacius verbreitet, M. sei für einen Konvent, um [das Luthertum] an die Sakramentarier zu verraten. M.s und L.s Schmerz über diese Hoffnungslosigkeit.
[4] Auseinandersetzung mit [Justus] Velsius.
[5] Anbei die Fasti Romani des [Carlo] Sigonio [Venedig 1556]. [Johannes] Sleidans De quattuor Monarchiis [Straßburg, 1556] ist ausverkauft.