Hz. Albrecht von Preußen an M. [in Wittenberg]. Dt. - [Königsberg], 27. Juli 1556

[1] A. bestätigt M.s Schreiben vom 1. Mai [7803]. Mit Mark Aurel läßt er sich nur dank dem Wirken Gottes vergleichen. Er hat sich nicht von M. abgewendet, sondern schätzt dessen Mäßigung in den gegenwärtigen Religionsstreitigkeiten.

[2] Auf M.s Fürbitte für [Georg] Sabinus und dessen Kinder erwidert A., daß er als Taufpate von Kindern des Sabinus diesem besonders verpflichtet ist. Doch hat dieser die vereinbarte Abfindung von 350 Talern wegen unerlaubter Abreise verwirkt. In die vorausgegangenen [osiandrischen] Streitigkeiten hat sich Sabinus gegen A.s Rat verwickelt.

[3] Im Auftrag [des Kf. Joachim II. von Brandenburg] in Preußen weilend, bat Sabinus neulich um Verzeihung und um sein ausstehendes Gehalt. Daraufhin führte A. seine Aussöhnung mit der Universität [Königsberg] und mit Andreas Aurifaber herbei. Daß es nicht zu der geplanten Zahlung kam, lag an Sabinus.

[4] Die Fürbitte für die Kinder der [Anna Sabinus] findet auch um M.s willen Gehör.

Fundort:
Konzept (vor [Andreas] Müntzer und dem Hz. verlesen): Berlin SAPK, ehemals SA Königsberg, HAB, Konzepte A4; amtliche Abschrift: ebenda, Ost. Fol. 31, p.742-746; vgl. CR 8, 746 Anm.*. ‒ MBW.T 26 (erstmals vollständig publiziert).

Normdaten
Personen:

Albrecht von Preußen: GNDHagrid

Aurifaber, Andreas: GNDHagrid

Joachim II. von Brandenburg: GNDHagrid

Mark Aurel: GNDHagrid

Melanchthon: GNDHagrid

Müntzer, Andreas: GNDHagrid

Sabinus, Anna: GNDHagrid

Sabinus, Georg: GNDHagrid

Orte:

Königsberg: GeonamesHagrid

Wittenberg: GeonamesHagrid