Hz. Albrecht von Preußen an M. in Wittenberg. Dt. - Königsberg, 19. Juli 1556
[1] A., der schon lange seine [durch den Osiandrismus] beunruhigte Kirche zu befrieden sucht, hat zu diesem Zweck eine christliche Glaubenslehre verfassen lassen [vgl. Sehling 4, 23f; W.Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens 3 (1968), 34-134, bes.39ff], die nach Billigung durch andere Theologen M. und den anderen Wittenberger Theologen zugeschickt wird mit der Bitte zu prüfen, ob sie der Hl. Schrift und der CA gemäß ist [⇨ 8103].
[2] A. hat erst jetzt durch seinen Sekretär [Timotheus Gerschau] erfahren, daß dem Georg von Kunheim [d.J.] von seinen Vormündern [Christoph und Hans von Kreitzen] und Verwandten der Ertrag seiner Güter vorenthalten wird. Da A. nie gegen dessen Ehe [mit Margarete Luther] war [⇨ 7320; 7363], wird er ihm auf M.s Fürbitte hin zu seinem Besitz verhelfen.
Fundort:
Ausfertigung: Hamburg SUB, Sup. ep. 2o 1, f.188r-189v; Konzept: Berlin SAPK, ehemals SA Königsberg, HAB, Konzepte A 4, Kasten 1143 (mit dem Datum des 20. Juli); Abschrift: Bremen SB, Ms. a 11 Nr. 120.
‒ MBW.T 26 (erstmals publiziert).